Anton Mühlbauer, geb. 1887

Nur Überschriften anzeigen Alle Inhalte anzeigen

Bitte klicken Sie auf eine der Überschriften,
um den Inhalt (nicht mehr) anzuzeigen.

Einführung
Anton war der Vater meines Vaters. Anton ist auch auf dem Familienphoto von 1909 abgebildet.

Anton hat den Lebenslauf anscheinend für seinen Antrag auf Zulassung zur Meisterprüfung bei der Handwerkskammer in Passau benötigt. Ob Anton den Lebenslauf so abgeschickt hat, oder ihn erst zu einer endgültigen Fassung ins Reine schrieb, ist mir nicht bekannt.

Anton hat mehrfach die Zulassung zur Wagnerei-Meisterprüfung gestellt. Erschwerend für die Zulassung war, daß es einerseits in der näheren Umgebung keine vorbereitende Schule gab, er andererseits erst zwei Jahre Geselle war.

Die bisherigen Stationen auf seinem bisherigen Lebensweg laut Lebensbeschreibung:

  • am 18. Mai 1887 in Madlmühle, Gemeinde Zenching, Bezirksamt Kötzting geboren
  • Jugendzeit im elterlichen Hause zugebracht
  • von 1893 bis 19. April 1900 Anfangsschüler in der Zenchinger Schule
  • von 19. April 1900 bis 28. April 1903 Besuch der Feiertagsschule
  • vom 8. Februar 1904 bis 8. Februar 1907 Lehrzeit beim Wagner Anton Liebl in Rimbach
  • vom 18. Februar bis 12. Mai 1907 bei Wagnermeister Max Wanninger in Kötzting
  • am 5. April 1907 die Gesellenprüfung in Straubing abgelegt
  • vom 13. Mai 1907 bis 8. Mai 1908 bei Wagnermeister Alois Schmatz in Furth im Wald angestellt
  • vom Dezember 1908 bis Januar 1909 vergeblicher Versuch in Köln Arbeit zu finden
  • ab 1. Februar 1909 selbständige Ausübung des Wagnerei-Handwerkes auf dem elterlichen Anwesen (Madlmühle)

Ergänzende Anmerkung meines Vaters Anton, geb. 1927:

Anton, geb. 1887, verbrachte nur wenige Monate als Wagnereigeselle bei Wanninger in Kötzting. Es gab zumindest zwei Gründe, warum Anton nach so kurzer Zeit wieder wechselte:
Zum einen bekam Anton bei Wanninger zum Frühstück nur einen Kaffee und eine Semmel; das war ihm zu wenig. Zum anderen verdiente er in Kötzting (neben der üblichen Kost und Logis) pro Woche nur drei Mark. In Furth verdiente er jedoch das Doppelte, nämlich 6 Mark pro Woche.

Im Jahre 1909 legte Anton seine Wagner-Meisterprüfung ab.

Anton und sein Vater Franz-Xaver versuchten, im Braunkohlebergbau in den Gruhl-Werken südlich von Köln Arbeit zu finden. Es ist nicht mehr bekannt, ob sie zusammen fuhren, oder jeder für sich allein. Franz-Xaver hat unter Tage und Anton über Tage gearbeitet. Anton kehrte 1908 wieder zurück weil er dort keine Arbeit fand.

Es ist naheliegend anzunehmen, daß Anton und Franz-Xaver bei den anderen Verwandten unterkamen, die bereits vor ihnen nach Köln gingen und dort blieben.

Von den Kölner Aufenthalten erhalten geblieben ist die Arbeitsordnung der Gruhlwerke von 1905. Auf insgesamt 23 Seiten sind dort folgende Themen abgehandelt: Arbeitszeit, Lohnverhältnisse, Kündigung und Entlassung, Arbeitszeugnisse, Ordnung und Verhalten der Mitarbeiter, Arbeiterausschuß, Strafbestimmungen und Arbeiterunterstützungskasse

Eine Vermutung besagt, daß der Tod von Franz-Xaver im Jahre 1917 mit seiner Arbeit beim Bergbau zusammenhing. Als Todesursache wurde Asthma diagnostiziert.

Ansichtskarten die von Verwandten oder Bekannten an Anton gesendet wurden.

Anton (links auf dem Photo) bei der Einberufung zum Militär 1916

Anton war als Soldat im Ersten Weltkrieg in Frankreich im Einsatz.

Anton heiratet 1921 Franziska, geborene Kolbeck.

Hochzeitseinladung von Anton Mühlbauer und Fanny Kolbeck 1921