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- Es ist erst acht Tage daß Du fort bist, und mir komts vor als als wenns schon ein halbes Jahr wäre.
(13.02.41, Madlmüllnerin)
- Otto hat den Brief seines Bruders Anton erhalten und ist beruhigt, daß es der Mutter wieder besser geht.
(16.07.41, Otto)
- Die Eltern haben sehnsüchtig nach Otto Ausschau gehalten - vergeblich.
(20.02.41, Madlmüllnerin)
- Die Mutter bedauert, daß Otto keine Urlaub bekommen hat. Die Familie hat täglich nach Otto Ausschau gehalten. Sie hofft, daß Otto zumindest nach dem Ende des Arbeitsdienstes Urlaub bekommt, und nicht sofort zum Militär weitergereicht wird.
(18.03.41, Madlmüllnerin)
- Otto ärgert sich, daß er seine ersten Ostern fern der Heimat verbringen muß.
(12.04.41, Otto)
- Otto hat wenig Hoffnung auf Heimaturlaub. Derzeit wird nicht einmal Prüfungsurlaub genehmigt.
(27.05.41, Otto)
- Enttäuschung bei der Familie zum abgelehnten Urlaub, denn Ottos Arbeitskraft wäre eine große Hilfe gewesen; so werden beim Stadelbau mehr fremde Leute benötigt.
(05.06.41, Madlmüllnerin)
- Die Mutter beklagt, daß Otto keinen Heimaturlaub bekommt, obwohl die Familie arbeitsmäßig so schwer belastet ist.
(22.07.41, Madlmüllnerin)
- Auf Urlaub kann ich nicht rechnen weil die Entfernung zu groß ist.
(18.03.42, Otto)
- Für Ostern sehe ich heuer schwarz, denn wer weiß wo wir da wieder herumkugeln.
(27.03.42, Otto)
- Wenn ich blos einmal näher zu Euch kommen würde, dann wäre ich schon längst heimgefahren.
(26.04.42, Otto)
- Schade daß ich zu Pfingsten nicht mehr daheim sein konnte. Der Drachsler Sepp und ich wären dann noch einmal richtig herumgeblizt und hätten die Gegend unsicher gemacht. Hoffentlich hat sich noch miemand beschwert über unser herumtreiben dahein.
(24.05.42, Otto)
- Befürchtung, daß Otto längere Zeit keinen Urlaub mehr bekommt, sondern den Winter im kalten Rußland verbringen muß.
(Ende Juli oder Anfang August 1942, Madlmüllnerin)
- Wann wird die zeit kommen, daß ich wieder bei euch sein kann.
(13.02.41, Otto)
- Liebe Eltern, fern bin ich von Euch und meiner Heimat, meine schönste Zeit ist vorbei.
(13.02.41, Otto)
- Froh wär ich schon wenn ich vor Einsatz meine Heimat noch einmal sehen könnte.
(11.03.41, Otto)
- Otto's Heimweh ist vorüber.
(16.03.41, Kolmberger Willi)
- Otto hat kein Heimweh.
(04.05.41, Otto)
- Der Xaver hat auch seine Hose schon richtig voll, der schreibt auch wenn ich nur wieder daheim sein könnte, 5 Wochen meint er ist schon ein lange Zeit.
(12.06.41, Andre Sophie)
- Schreibt mir auch was es sonst neues daheim gibt. Wenn man so weit von der Heimat entfernt ist interesiert einen alles.
(16.10.42, Otto)
- Heuer wird das erste Weihnachten sein, wo ich nicht zuhause bin.
(16.10.42, Otto)
- Schlußformel: Auf Wiedersehen o. ä. (sehr häufig)
- Otto wird versetzt und entfernt sich dann noch weiter von der Heimat. Die Mutter möchte den zukünftigen Aufenthaltsort Ottos wissen, den Ort auf der Landkarte zu suchen.
(11.03.41, Madlmüllnerin)
- Die Mutter ist besorgt, wo sich Otto derzeit befindet.
(12.03.41, Madlmüllnerin)
- Wenn wir nur einmal wüßten wo du hingekommen bist.
(15.03.41, Madlmüllnerin)
- Dein Wunsch von einer baldigen Entlassung wird sich wohl ebensowenig erfüllen wie der unserige.
(14.04.41, Onkel Kolbeck Xaver)
- Liebe Mutter: Du hast wohl Sorge um mich aber du kanst beruhigt sein. Solange ich auf den Beinen und gesund bin solange schlage ich mich durch. Ich bin ja nun doch schon 4 Monate beim RAD und weiß mir schon zu helfen wenn es fehlt.
(16.06.41, Otto)
- Mutter bedauert, daß Otto beim Arbeitsdienst bleiben mußte; andernfalls hätte er vielleicht den Rußland-Einsatz vermeiden können.
(01.07.41, Madlmüllnerin)
- Die Mutter ängstigt sich immer um Dich
(05.07.41, Bruder Anton).
- Ich bin jetzt in Rußland und zu Eurer Beruhigung kann ich Euch schreiben, daß ich bis jetzt noch immer ziemlich gut durchgekommen bin.
(09.09.41, Otto)
- hoffentlich fehlt Dir nix wennst die Karte kriegts
(25.05.42, Bruder Anton)
- Bereits beim übernächsten Jahrgang 1927 wird Sohn Anton dabei sein. Die Mutter befürchtet, daß einmal die beiden ältesten Söhne Otto und Anton beim Militär sein werden, und die Familie dann daheim ohne die beiden Söhne auskommen muß.
(Ende Juli oder Anfang August 1942, Madlmüllnerin)
- Angst braucht Ihr um mich keine haben, denn mir fehlt gerade nichts.
(13.02.41, Otto)
- Die Mutter möchte wissen, was es bedeutet, wenn Otto schreibt, daß er zum Einsatz weit fort kommt. "kommt Ihr vieleicht dorthin wo sie Kriegführen, wo Du vielleicht keinen Tag mehr sicher bist"
(18.03.41, Madlmüllnerin)
- Sorgt Euch nicht um mich, denn das ändert die Sache doch nicht und bringt Euch nur unruhige Stunden. Ich sehe ruhigen Auges in die Zukunft und mache mir aus dem ganzen Kram nichts.
(12.08.41, Otto)
- Wenn Ihr nicht bald frei werdet dan schieben sie Euch auch noch hinein nach dem unermeßlichen Rußland
(22.06.41, Madlmüllnerin)
- das wird noch allerhand werden mit den Krieg bis Ihr da heimkommt.
(22.06.41, Madlmüllnerin)
- Es sind schon viele deutsche Soldaten in Rußland gefallen, und Mutter befürchtet, daß nur wenige heimkehren werden.
(22.07.41, Madlmüllnerin)
- Wer weis haben die Soldaten so viel Angst wie wir daheim.
(14.01.42, Anonym)
- Recht gerne würden wir daheim ein wenig mehr frieren, wenn wir den Soldaten etwas abnehmen könnten, die in Rußland sind. Die sind wirklich zum Bedauern.
(15.01.42, Andre Sophie)
- Da geht noch alles drauf, wenn es nicht bald dem Ende zugeht.
(15.01.42, Anonym)
- Werden bald die Kinder und die alten Weiber alleine sein, und die jungen Kerle müssen draußen ihr Leben aufopfern.
(15.01.42, Anonym)
- Was wird dieser Krieg noch für Unheil anstiefeln.
(08.02.42, Andre Sophie)
- Die Mutter hat große Befürchtungen, daß Otto in Rußland eingesetzt wird: "So kans einen gehen. Ihr werdet halt auch nochmals hineinkommen in dieses Rußland wie wirds Euch da wieder gehen schicken kann man nichts mehr wen dir nur nichts paßieren würde in diesen schrecklichen Rußland".
(09.03.42, Madlmüllnerin)
- Die ganze Zeit hier habe ich mich immer noch halten können und jetzt ist halt auch meine Zeit gekommen.
(24.07.42, Otto)
- Mutter wünscht Otto Glück, daß er gesund wieder aus dem Krieg heimkehren wird.
(Ende Juli oder Anfang August 1942, Madlmüllnerin)
- Ihr seht also, der Otto weiß sich zu helfen und fühlt sich quicklebendig und gesund.
(17.09.42, Otto)
- Wenn das so weiter geht hab ich von meinen Schulkameraden keinen mehr.
(11.11.42, Otto)
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